Zulu5: Bildungsinstituten und Heimelektronik wurde von Februar bis Mai am meisten im Umfeld von Verschwörungstheorien auf YouTube ausgespielt

Zulu5 hat untersucht, welche Wirtschaftssegmente in der Zeit des Corona-Lockdowns von der Ausspielung auf Youtube um Umfeld extremistischer und verschwörungstheretischer Inhalt rund um Corona besonders betroffen waren.

Die Brand Safety, also die Ausspielung von Online-Werbung in einem gewünschten und attraktiven Werbeumfeld, rückt immer mehr in den Fokus von werbetreibenden Unternehmen. War es vor zehn Jahren noch primär wichtig, mit einer Online-Werbekampagne eine möglichst hohe Reichweite im Internet zu erzielen, wird heute vor allem darauf geachtet, mit der eigenen Werbung nicht auf Websites mit grenzwertigen Inhalten zu erscheinen – also auf Portalen mit Inhalten wie Pornographie, Rauschmittel, Glückspiel, Musik- und Spielfilmpiraterie, Fake News, Extremismus oder Gewaltverherrlichung. Rund um das Coronavirus konnte zulu5 viele Youtube-Kanäle und -Videos ausfindig machen, die sich auf Verschwörungstheorien zum Ursprung und der Verbreitung des Coronavirus bezogen (Stichworte Bill Gates, Designervirus aus China/USA, Impfzwang, Kontrollstaat).

Für den Zeitraum Februar bis Mai 2020 hat zulu5 mit der von ihnen entwickelten Technologie im Rahmen einer Analyse Werbeeinblendungen auf YouTube im Umfeld extremistischer Inhalte von Schweizer Werbetreibenden untersucht.

Bildung, Heimelektronik sowie Beraterindustrie stark betroffen

„Bildungsinstitute waren im untersuchten Zeitraum am meisten auf verschwörungstheoretischen und extremistischen Umgebungen auf Youtube exponiert“, fasst zulu5-Gründer Andreas Gysler seine Untersuchung zusammen: „Anscheinend wurde gerade in der Phase des Corona-Lockdowns viel Werbung für Online-Kurse und das Herbstsemester von Bildungsinstitutionen geschaltet und dabei breit gestreut. Und wer breit streut, muss auch mit einem höheren Risiko rechnen, in Werbeumfeldern ausgespielt zu werden, wo man lieber nicht mit seiner Werbung stünde.

Ebenfalls betroffen von der nicht intendierten Ausspielung von Werbung auf YouTube im Umfeld extremistischer Inhalte waren von Februar bis Mai 2020 laut zulu5-Auswertung Anbieter von Heimelektronik wie WiFi Installationen sowie die Beraterindustrie zum Thema Digitalisierung und E-Commerce.

„Ich habe das Gefühl, dass viele Werbetreibende, die traditionell mit ihrer Werbung nicht sehr präsent sind, in Zeiten des Corona-Lockdown verstärkt in Werbung investiert haben und sich dabei der Risken, in extremistischen und verschwörungstheoretischen Umfeldern zu erscheinen, nicht bewusst waren oder dies schlicht und ergreifend in Kauf genommen haben“, erklärt Gysler.

Zulu5 liefert Alerts in Echtzeit

Was die betroffenen Wirtschaftssegmente gegen die ungewollte Ausspielung der eigenen Werbung in fragwürdigen Umfeldern tun können, erklärt Gysler so: „Zu allererst muss man als Werbetreibender einmal wissen, wo die eigene Werbung fälschlicherweise ausgespielt wird,“ erklärt Gysler, an dessen Unternehmen unter anderem auch die audienzz beteiligt ist: „Mit zulu5 erhalten Werbetreibende, die unsere Technologie nutzen, Insights darüber, ob und inwiefern ihre Werbung in markenschädlichen Umfeldern ausgespielt wird. Jedes Mal, wenn zulu5 ein Werbemittel eines Werbetreibenden in einem markenschädlichen Umfeld bemerkt, wird ein Alert ausgelöst, der dem Werbetreibenden aufzeigt, wo seine Werbung konkret eingeblendet wurde. So kann der Werbetreibende entscheiden, was für ihn relevante markenschädliche Umfelder sind, die vermieden werden sollen und diese auch aktiv auditieren. Die vollständige Dokumentation jedes Vorfalls ermöglicht ein rasches und präzises Vorgehen, um eine solche Einblendung nachhaltig zu unterbinden.“



Die Produkte des Schweizer Technologie-Dienstleisters zulu5 werden in der Schweiz im Rahmen einer Partnerschaft exklusiv von audienzz zur Verfügung gestellt. Das Schweizer Startup zulu5 hat eine crawler-basierte Technologie entwickelt, die in der Lage ist, digital ausgespielte Werbung in solchen Umgebungen zu überwachen: Zulu Black – so der Name des Werbeüberwachungstools von zulu5 – achtet darauf, ob Digitalwerbung auf Websites mit grenzwertigen Inhalten ausgespielt wird, ohne dass die hinter dieser Werbung stehenden werbetreibenden Unternehmen davon wissen.

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